28.02. - 18.04.2010
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Parallel-Ausstellung in Prüm und Schönecken / EifelBevor wir ab Mai mit BORDER CROSSING im Kultursommer Rheinland-Pfalz die internationale Kunstszene betreten, möchten wir noch an den bekannten Maler und Zeichner Peter Otten erinnern, den man den "malenden Chronisten der Eifel" genannt hat. Eine Auswahl von über 30 Ölbildern des Mehrener Malers zeigt der Schönecker Kulturkreis in Zusammenarbeit mit der Artothek-Galerie-Dogan auf der KUNST-STATION des St. Josef Krankenhauses in Prüm. Parallel hierzu läuft im Alten Amt in Schönecken eine Ausstellung mit kleineren Ölbildern und Zeichnungen von Peter Otten. Ausstellungsorte:
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Peter Otten wurde am 11.12.1909 in Mehren / Vulkaneifel geboren. Schon als Kind malte er viel und hätte auch gerne bildende Kunst studiert. Dem Vater zuliebe entschied er sich aber für eine Lehre im Malerhandwerk, die er 1936 mit der Meisterprüfung abschloss. Dann kam der Krieg: 1940 - 1946 war Peter Otten Soldat an der West- und Ostfront. Aus dieser Zeit sind noch frühe Aquarelle erhalten. 1941 nahm er sogar an Ausstellungen im besetzten Frankreich teil. Gegen Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er erst 1946 unversehrt in die Heimat zurückkehrte. Neben seinem Malerhandwerk begann er jetzt eine Lehrzeit als Kunstmaler bei dem Expressionisten Pitt Kreuzberg im nahen Schalkenmehren. Daraus entwickelte sich eine große Freundschaft, die bis zum Tode Kreuzbergs 1966 hielt. Dessen heftige Pinselführung und intensiven Farben hat Otten allerdings nicht übernommen. Vorbild war da eher Fritz von Wille, den Otten als Maler sehr hoch schätzte. Gute Kontakte pflegte er auch zu anderen Eifelmalern, mit denen er Studienreisen ins Ausland unternahm und zahlreiche Ausstellungen durchführte. Hauptinspirationsquelle war ihm stets die Landschaft der Eifel mit ihren kleinen Dörfern und historischen Bauwerken, ihren kargen Hügeln und sanften Tälern, den schroffen Felsformationen, den Steinbrüchen und Maaren. Unermüdlich skizzierte er sie zu allen Jahreszeiten, um diese ihm sehr wichtigen Grundzeichnungen anschließend im Atelier in Malerei und Grafik umzusetzen, und das lange Zeit neben seinem eigentlichen Broterwerb als Anstreicher. So kam ein beachtliches Gesamtwerk von weit über 1000 Arbeiten der Malerei und Grafik zustande. Es zeugt von Peter Ottens zähem Fleiß und großer Liebe zur Kunst und zur Eifel, die er möglichst naturgetreu und in harmonischer "kultivierter" ( P. Otten ) Farbgebung für die Nachwelt erhalten wollte. 1992 erhielt Otten den Hans-Sprung-Preis der Koblenzer Künstlergruppe "Form + Farbe", seine Heimatgemeinde Mehren ehrte ihn 1996 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft. Am 15.05.2005 verstarb der "Maler der Stille" in seinem Haus in Mehren im hohen Alter von 96 Jahren. |